Tree silhouetted against the light

Licht, Dunkelheit und das Königreich Gottes

von Johann Christoph Arnold

0 Kommentare
0 Kommentare
0 Kommentare
    Abschicken

Wir schauen alle in die falsche Richtung

open door

Jesus sagt in seiner Bergpredigt: „Suchet zuerst nach Gottes Reich und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere dazugegeben“ (Mt 6,33). Nun, wenn uns jemand sagt, wir sollen etwas suchen, wohin schauen wir? Meistens zuerst einmal dorthin, wo wir uns am besten auskennen: Wir sprechen mit Menschen, die wir kennen, wir suchen in Büchern und Zeitungen, wir schalten das Internet ein. Ich denke, wir schauen alle in die falsche Richtung.

Wir leben in einer Zeit, in der die Verhältnisse immer dunkler werden. Satans Königreich breitet sich aus, und seine Macht versklavt die ganze Welt. Deshalb leben die Menschen mehr und  mehr in Angst, Furcht und Sorge. Sie sagen: „Wo wird das alles enden? Kann es überhaupt noch schlimmer werden?“ Dabei vergessen sie das wundervolle Versprechen Jesu, dass das Reich Gottes „unter euch“ ist – das heißt in jedem Menschen.

Wo wird das alles enden? Kann es überhaupt noch schlimmer werden?

Ich denke, das sollten wir uns viel mehr zu Herzen nehmen. Denkt doch: wenn das Königreich in jedem Menschen zu finden ist, muss es doch schon sehr mächtig sein – es muss so hell sein, wie wir es uns gar nicht vorstellen können. Wenn wir das nicht sehen können, dann nur deshalb, weil wir uns von all der Dunkelheit überwältigen lassen. Anders gesagt: Ich bin davon überzeugt, dass in derselben Zeit, in der der Satan die Welt immer dunkler macht, das Reich Gottes in den Herzen der Menschen immer heller wird – wir können es einfach nicht sehen.

Gottes Königreich ist in jedem zu finden

Hier müssen wir nach Gott suchen: in jeder Seele, der wir begegnen. Es kann Mühe machen; es kann vielleicht nicht einfach sein, in einem Menschen das Königreich zu finden. Aber es ist immer da, selbst wenn es nur ein Funke ist, und es ist der größte Schatz. Und wie ich sagte: ich glaube daran, dass es heller und heller wird. Wenn es wirklich kommen wird, dann wird es überall leuchten, und wir werden sehen, wie mächtig Gott bereits gehandelt hat, trotz der Dunkelheit, die alles zu überwältigen und zu zerstören droht.

Wir müssen an dem Glauben festhalten, dass Gottes Liebe die Dunkelheit überwinden wird.

Wir müssen an dem Glauben festhalten, dass Gottes Liebe die Dunkelheit überwinden wird. Lasst uns nicht Angst haben vor dem, was wir mit dem äußeren Auge sehen. Noch einmal: Denkt daran, dass die Macht von Gottes Königreich in jedem zu finden ist. Das muss unendlich viel stärker sein – wir sehen es nur noch nicht. Eigentlich erhaschen wir immer wieder hier oder da einen Schimmer. Lasst uns Gott dafür danken und um noch mehr bitten.

Lasst uns danach streben und miteinander suchen. Und lasst uns keine Angst haben. Wir wollen fröhlich und mutig dem Tag entgegen gehen, an dem Jesus wiederkommt! 

Von Johann Christoph Arnold Johann Christoph Arnold

Bekannter Redner und Buchautor über Themen wie Ehe, Elternschaft, Kindererziehung, Trauer und Sterben. Arnold trug viele Jahre lang Verantwortung für die Leitung der Bruder­hof­gemein­schaften.

Mehr lesen
0 Kommentare