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Abschied von einem Friedensstifter

Johann Christoph Arnold, 1940–2017

von Sam Hine

Verfügbare Sprachen: español, English

23 Kommentare
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  • Ulrich Duchrow

    Danke für Eure Nachricht über den Abschied von Johann Christoph Arnold. Ich habe gerade meine Schwester zu Grabe getragen. "Mitten wir im Leben sind von dem Tod umfangen". Mögen wir mit Franz von Assisi beten lernen: "Gepriesen seist Du, mein, Herr, durch unseren Bruder, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen...."

  • Johannes Golling

    Von Herzen nehmen wir Anteil am Heimgang Ihres lieben Bruders Johann Christoph Arnold. Wir empfinden nach, dass beides richtig ist: die Freude daran, dass jemand, der ein an Christus hingegebenes Leben geführt hat, jetzt das Ziel erreicht hat und andererseits auch die Traurigkeit über einen solchen Abschied und der Lücke, die zweifelsohne verbleibt. Wenn wir es richtig bedenken, überwiegt die stille Freude. Und ER ist der Kommende, der Wiederkommende, welch eine Hoffnung. Sie lebt!

  • Schwester Ruth Meili

    Das berührt mich jetzt sehr - ein Friedensstifter, ja ein väterlicher Mensch wird uns allen fehlen. Ich schätze ihn sehr, wenn ich ihn traf. Danke für die Mitteilung. Wir denken an Euch. Gott wird den leeren Raum füllen mit seiner Gegenwart. Danke für alle Bücher und herzliche Grüße vom Schwanberg

  • Gerd Röthling

    Dass der Heimgang von Johann Christoph Arnold eine Lücke in hinterläßt, kann ich gut verstehen! Der Herr wird eure Arbeit aber weiter mit seinem Segen begleiten! Ich habe mich jetzt endlich mal für Newsletter etc. angemeldet und auch eine Buchbestellung aufgegeben

  • Frank Schumann

    Ich hoffe, dass die Lücke, die Johann Christoph Arnold hinterlässt, nicht zu groß ist. Bei aller Egalität und Geschwisterlichkeit sind es doch auch immer wieder besonders begnadete Menschen, die uns voranbringen und auf dem Weg halten.

  • Schwester Käthe Müller

    Zum Heimgang von Johann Christoph Arnold möchte ich der Familie und der Bruderhof-Gemeinschaft meine herzliche Anteilnahme zusagen. Mögen sie alle nicht ohne Trost bleiben durch das Wissen: Es gibt das Leben nach dem Leben in der Gegenwart Jesu Christi. Ist es doch das große Ziel für uns Christen. Und möge sein Andenken - nicht zuletzt durch seine Bücher- auch im Nachhinein vielen zum Segen werden.

  • Gerlinde Spielmann

    Oh, er hinterlässt uns allen viel! Was er gesät hat fiel auf fruchtbaren Boden.

  • William & Gisela Friend

    Wir wollten Euch unser Herzliches Mitgefühl aussprechen, beim Heimgang eines bemerkennswerten Menschen. Es ist so traurig wenn jemand stirbt, obwohl wir die Hoffnung auf die Auferstehung haben. Die auf den HERRN harren, kriegen neuen Kraft. Jesaja 40: 31

  • Hans Hubert Klein

    Der Tod von Christoph Arnold hat uns sehr bewegt. Wir grüßen Euch in lebendiger Anteilnahme!

  • Detlef & Waltraud Zarbok

    Wir trauern mit euch um euren Freund, Friedensstifter und Buchautor J.C.Arnold, den wir sehr schätzen.Er kann jetzt sehen, was er geglaubt und vermittelt hat. Wir haben schon viele Bücher von ihm weitergegeben; Gott wird die Leser segnen.

  • Ruben Sill

    Ich lese gerade den Nachruf und bin ermutigt. Die Zuversicht, tiefe Dankbarkeit und Hoffnung kommen zum Ausdruck. Ich kann dem Gesagten von Johann Christoph nur zustimmen. Wie wertvoll auch, nur wenige Tage vor seinem Tod einen so auf das Wichtigste konzentrierten Satz zu hören.

  • Michael und Christiane Weinmann

    Eben lesen wir Eure Nachricht über den Tod von Johann Christoph Arnold. Wir können erahnen wie schmerzlich Ihr ihn vermisst und wie sehr er Euch fehlt. Die weisen alten Männer sind ein besonderes Geschenk und wenn sie weitergehen hinterlassen sie eine große Lücke. Wir haben die Schriften Johann Christoph Arnolds sehr geschätzt und in unserer Gemeindearbeit auch den Mitarbeitern weitergegeben. In unserer neuen Arbeit hier leben wir mit Menschen, die i.d.R. nicht lesen. Dennoch habe ich vor vier Wochen das Buch über Vergebung einer jungen muslimischen Kurdin weitergegeben. Sie ist geprägt durch die Unversöhnlichkeit zwischen Kurden und Türken und war für das Buch sehr dankbar.

  • Christl und Gerd Keller

    Uns hat die Nachricht vom Heimgang Christoph Arnolds erreicht. In tiefer Freundschaft und Verehrung gedenken wir im Gebet an diesen großen Glaubenden und sind so mit Euch allen verbunden. Vor allem durch seine Bücher wird er uns nahe bleiben. So hat er viele Spuren hinterlassen, die auch weiterhin Frucht und Segen bringen werden.

  • Peter & Marielou Fuchs

    Mit Euch wollen wir unsere Trauer, dass Christoph Arnold nicht mehr unter uns weilt, teilen. Die Lücke, die sein Heimgang reißt, wird groß sein. Mit Euch wollen wir aber auch unsere tiefe Dankbarkeit teilen, dass Christoph Arnold nicht nur für Eure Gemeinschaften ein großer Segen war, sondern weit darüber hinaus, auch dank seiner Arbeit als Seelsorger und Autor wichtiger Bücher. Mit Euch wollen wir schließlich unseren Glauben teilen, dass Christoph Arnold lebt und nun, wie alle anderen Glaubenszeugen und -zeuginnen vor ihm, für immer bei DEM angekommen ist, DER für alle jene, die an IHN glauben, die Tür zur ewigen Heimat bei Gott, dem VATER, einfürallemal aufgestoßen hat - JESUS CHRISTUS. In diesem Sinne sind wir mit Euch verbunden.

  • Andreas Meinhardt

    Vielen Dank, dass ihr uns an dem Abschied von Johann Christoph Arnold teil haben lasst. Möge euch und uns diese Zeit zum Segen gereichen und das Andenken an sein segensreiches Wirken, persönlich zur Nachahmung dienen. Auch wenn alles allein der Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus entspringt, so bedarf es doch immer des persönlichen Glaubenskampfes, der im persönlichen Glaubensgehorsam seinen Sieg erlangen will. Es ist schön auf solch ein siegreiches Leben zurückblicken zu können. Besonderst dann, wenn Glaube und Tat, angestrebtes Ziel und praktische Erfüllung im Einklang mit einander gestanden haben.

  • Beth Winkler

    Ich las, dass Johann Christoph Arnold gestorben ist und ich wollte kurz schreiben, wie viel ich von seinen Büchern bekommen habe. Ich denke, dass sein Tod alle im Bruderhof trifft (am meisten seine Familie), aber ich glaube auch, dass der Heilige Geist weiter durch den Bruderhof arbeiten wird und, dass die Arbeit von Johann Christoph Arnold weiter von euch allen als Gemeinde getragen wird. Das Leben von Johann Christoph Arnolds war ein Segen für Viele.

  • Gottlob und Susanne Heß

    Habt herzlichen Dank für den von österlicher Gewißheit getragenen Nachruf auf Euren Bruder und langjährigen Prior Johann Christoph Arnold. Wir stimmen mit Euch immer neu das Lied des Lebens an: "Christ ist erstanden ... Des laßt uns alle froh sein, Christ will unser Trost (und Ermutigung und Kraft zum Dienen ...) sein. Halleluja!

  • Irmtraud und Joachim Polomsky

    Wir drücken Euch unsere tiefe Anteilnahme aus. Jedes Menschenleben ist so einmalig bis hin zum Ende seiner Erdenzeit. "Wohl dem, der eine Heimat hat" - die hatte und kannte Euer / unser lieber Bruder Christoph Arnold. Auch wir sind durch seine Literatur sehr ermutigt und beschenkt worden. Er ist uns dadurch so vertraut als wenn wir ihn selbst gekannt hätten, weil er ja auch manches Persönliche in den Büchern schreibt. Welcher Segen durfte doch letztendlich weltweit vom Glaubensgehorsam von Emmy und Eberhard Arnold ausgehen und dann durch ihre Kinder und Kindeskinder. - IHM alle Ehre! "Ihr Ende sehet an und folget ihnen nach!" - ja, unser Herr ist so gut, dass er uns immer wieder Menschen in den Weg stellt, die IHM bis zum Ende nachfolgen und durch ihr Leben bezeugen, dass der HERR zu seinem Wort unverbrüchlich steht. Stille, herzliche Grüße

  • Ida Naser

    Das war ja wirklich ein ganz besonderes Ostern für die Geschwister im Bruderhof. Ja, ich kenne Johann Christoph Arnold durch seine Bücher (Wer vergibt, heilt auch sich selbst - Reich an Jahren und Hab keine Angst). Diese Bücher habe ich (auch mein Mann) gelesen und bin reich gesegnet worden. Einige habe ich weitergegeben und es kam die Rückmeldung, daß diese Menschen ebenso beim Lesen der Bücher Segen erfahren haben. Der Abschied von einem lieben Menschen ist natürlich (sehr) schmerzhaft; Er selbst jedoch ist am Ziel angekommen und darf schauen, was er geglaubt hat. Er wird strahlen vor Glück. Ja, Jesus lebt! und Ja, Jesus siegt! Ja, das ist der Grund unserer Freude und Hoffnung und es ist das Ziel unseres Lebens, einmal bei Ihm sein dürfen, Ihn schauen dürfen von Angesicht zu Angesicht, ja, satt werden dürfen an seinem Bild (so sagt das Wort Gottes). Welch unvorstellbare Herrlichkeit. Es ist eine großes Geschenk für mich, vom Bruderhof erfahren zu haben.

  • Irmgard Claas

    Inzwischen hat mich die traurige Nachricht erreicht, daß euer sehr geschätzter Ältester Johann Christoph Arnold am Karsamstag von Gott heimgerufen wurde. Ich wußte nichts von seiner schweren Erkrankung und bin betroffen über den Verlust, den ihr nun zu verkraften habt. Soweit ich aus den Veröffentlichungen entnehmen konnte, war Christoph Arnold nicht nur ein geistlicher, weiser und von Gott begabter Leiter eurer Bruderhof-Gemeinschaft. Er hat weltweit an vielen Stellen für Frieden und Versöhnung gewirkt und sich selbst nicht geschont. Durch seine Bücher hat er viel Segen ausgeteilt und ungezählte Menschen aufgerichtet und zum Nachdenken gebracht. Gott hat ihn gebraucht, durch Wort und Tat in unserer komplexen und verwirrten Welt den Frieden Jesu zu verkündigen, und er hat sich diesem Auftrag mit all seiner Kraft zur Verfügung gestellt. In den Tagen, an denen wir an das Leiden und Sterben Jesu gedachten, hat Gott ihn in dieses Leiden mit hineingenommen, wie eine katholische Bekannte, die sehr krank war, es einmal ausdrückte: „Es hat Gott gefallen, sein Leiden auf meinen Körper zu legen…“ So ist es auch mit eurem Ältesten Christoph geschehen, und so dürft ihr bei aller Traurigkeit auch seinen Übergang in Gottes Herrlichkeit erleben und feiern. Ich bete für die Angehörigen und eure ganze Gemeinschaft, daß Gottes Trost euch umgibt und aufrichtet, daß ihr seine Liebe erfahrt und daß er selbst euch Klarheit geben wird, wie der Weg ohne euren erfahrenen und wertgeschätzten Leiter weitergehen kann. Gott segne euch alle.

  • Raymond Pittet

    Vielen Dank für euer Mail mit erstmals einer traurigen Nachricht, jener vom Tod von Johann Christoph Arnold. Irgendwie scheint mir sein Todestag vorgestern Karsamstag symbolischen Wert zu haben: am Tag nach Jesu Tod und einen vor seiner Auferstehung! Ich hoffe, ihr habt trotzdem die Osterfreude verspüren können. In Gedanken bei euch allen grüße ich euch herzlich

  • Dieter und Bettina Ising

    Euch und den Menschen vom Bruderhof möchten wir unser Beileid sagen zum Tod von Johann Christoph Arnold. Sein Tod am Osterfest erinnert uns daran, dass sein und unser irdisches Leben im Licht von Christi Auferstehung gelebt und beendet wird. Christ ist erstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden.

  • Hans und Ursula Häselbarth

    Mit Bewegung haben wir Eure Nachricht von Ostern erhalten. Wir trauern mit dem Bruderhof und wünschen Euch allen den Trost der Auferstehungsbotschaft ins Herz.

Hier bei Plough sind wir noch dabei, uns an eine Welt ohne Johann Christoph Arnold zu gewöhnen – Seelsorger und Friedensstifter, Autor und Lektor, Mentor und Freund. Er starb am Karsamstag, den 15. April 2017.

Christoph leitete die verlegerische Arbeit von Plough in den 1960er Jahren, und wir wurden sein Verlag, als er anfing, Bücher zu schreiben, um die Weisheit und die Geschichten weiterzugeben, die er aus Jahrzehnten der weltweiten Friedensarbeit und dem Dienst als Seelsorger auf dem Woodcrest-Bruderhof, seinem Zuhause für über 50 Jahre, gewonnen hatte. Seine Bücher haben mehr als zwei Millionen Lesern geholfen, durch die Turbulenzen von Ehe und Kindererziehung, Altern und Trauern, Vergeben und der Überwindung von Angst und Verzweiflung zu steuern.

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Johann Christoph und Verena Arnold

Diejenigen von uns, die das Glück hatten, zusammen mit Christoph Arnold zu arbeiten, werden nie vergessen, wie er uns zu einem festeren Glauben aufgerufen hat: an die Erlösung derer, bei denen es unmöglich scheint, Hoffnung in den unlösbarsten Konflikten, an ein Ende aller Ungerechtigkeit. Er brachte uns bei, einfach und deutlich zu der größtmöglichen Leserschaft zu sprechen und mit Hilfe von Geschichten die Herzen zu erreichen, wahre Geschichten von beeindruckenden Leuten, die er kannte und mit denen er sich angefreundet hatte.

Wen hat Johann Christoph Arnolds Leben oder eines seiner Bücher persönlich berührt? Wir leiten Geschichten oder Gedanken an seine Familie weiter – bitte einfach einen Kommentar zu diesem Artikel schreiben.

Wen hat Johann Christoph Arnolds Leben oder eines seiner Bücher persönlich berührt? Wir leiten Geschichten oder Gedanken an seine Familie weiter – bitte einfach einen Kommentar zu diesem Artikel schreiben.

In seiner Heimat, den USA, benutzte Christoph seine Position, um eine Stimme der Vernunft in die öffentliche Debatte einzubringen. Er sprach mit Leuten jedes politischen Lagers und jedes Glaubens, um nach Gemeinsamkeiten zu suchen und, wenn möglich, gemeinsame Sache zu machen. Wenn die Nachrichten (lokal oder global) eine Tragödie berichteten, konnten wir davon ausgehen, dass er innerhalb von Stunden anrufen würde, mit einer ausgewogenen Antwort, die den Familien der Opfer Trost zusprach und gleichzeitig die Wurzeln des Problems offenlegte. In Radio- und Fernsehinterviews, als Herausgeber und in zahllosen Onlinekanälen rief er zu Frieden und Dialog auf, wenn mit den Säbeln gerasselt wurde, zuVergebung, wenn die Öffentlichkeit nach Vergeltung schrie. Er sprach für Mut, wenn Angst verbreitet wurde, für Solidarität, wo Hass gesät wurde, für Treue in einer Welt der Treulosigkeit und Gesundheit und für gesunden Menschenverstand in einer von Technologie und Konsumerismus verzerrten Welt.

Johann Christoph Arnolds Gabe wird in seinen vielen Büchern fortleben, die Plough weiterhin auflegen wird, und außerdem in seinem Vorbild, dass auch wir Friedensstifter sein sollen, dass auch wir an den Funken Gottes glauben sollen, der jedem menschlichen Herzen innewohnt und nur darauf wartet, zu einer Flamme angefacht zu werden.

Aus Wer vergibt:

Die meisten von uns werden vermutlich nie mit dem Anspruch konfrontiert werden, einem Mörder oder Vergewaltiger zu vergeben. Aber wir alle sehen uns täglich von der Notwendigkeit herausgefordert, unserem Partner oder einem unserer Kinder, Freunde oder Kollegen vergeben zu müssen – und das vielleicht viele Male am Tag. … Das vielleicht Schwierigste bei der Praxis der Vergebung im Alltag ist, dass sie uns abverlangt, uns ganz nüchtern der Tatsache zu stellen, welche Gefühle wir den Menschen gegenüber haben, die wir am besten kennen. Es ist schon schwierig genug, einem Fremden zu vergeben, den wir womöglich nie mehr sehen werden, aber viel schwerer fällt es uns, einem Menschen zu vergeben, der unsere Liebe und unser Vertrauen hat. Unsere Familie, unsere Freunde, die Menschen, zu denen wir bei der Arbeit das engste Verhältnis haben – sie alle kennen nicht nur unsere Stärken, sondern auch unsere Schwächen, unsere Anfälligkeiten und Marotten.

Aus Reich an Jahren:

Auch wenn wir noch damit ringen, dass unser irdisches Leben in jedem Moment zu Ende sein kann, können wir in der Sicherheit leben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. … Wie die Bibel schon andeutet, geht es nicht darum, dass sich das Leben, so wie wir es kennen, endlos fortsetzt. Unser Leben in seiner jetzigen Form wird bald vorbei sein. Die Ewigkeit bedeutet ein neues Leben, das von der zerstörerischen Macht des Todes unberührt bleibt, eine Fülle des Lebens, in der nur die Liebe herrscht. Die Verheißung ewigen Lebens hat weniger mit der Dauer als mit der Art des Lebens zu tun: voller Friede, Gemeinschaft und Erfüllung. Ein solches Leben kann schon jetzt beginnen.

Aus Hab keine Angst:

Die beste (und in der Tat die einzige) Weise, die Angst vor dem Tod zu überwinden, ist die, das Leben so zu leben, dass seine Bedeutung nicht durch den Tod zerstört werden kann. Das mag hochtrabend klingen, aber es ist in Wirklichkeit sehr einfach. Es bedeutet, dass wir gegen den Impuls ankämpfen müssen, ein egoistisches Leben zu führen, ein Leben, das sich in erster Linie um unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche dreht. Es bedeutet, unseren Geiz zu bekämpfen und uns in Großzügigkeit zu üben. Es bedeutet, demütig zu sein und nicht Macht und Einfluss zu suchen. Und schließlich heißt es auch, immer wieder bereit zu sein, alles aufzugeben – auch unser Selbstbild, unser eigenes Leben, und unsere eigenen (und eigennützigen) Meinungen und Pläne. … Wichtig ist allein, dass wir unser Leben für die Liebe leben, denn nur dann werden wir in der Lage sein, dem Tod mit Zuversicht ins Auge zu sehen, wenn er kommt. Ich sage das, denn ich bin mir sicher, dass wir nicht gefragt werden, wie viel wir im Leben erreicht haben, wenn wir unseren letzten Atemzug getan haben und vor Gott treten. Wir werden gefragt werden, ob wir genug geliebt haben. Johannes vom Kreuz hat es so ausgedrückt: „Am Lebensabend werden wir auf der Grundlage der Liebe gerichtet.“

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